Myth-Buster
by Dejan
Das PIG und seine Mythen. Dieses Thema habe ich mal in meinem Vorwort angesprochen, möchte es an dieser Stelle aber nochmal wiederholen. Es ist wirklich unglaublich, was sich in elf Jahren an Irrungen angesammelt hat. Hier die schönsten Dinge, die wir mit Abstand am häufigsten zu hören bekommen:
Jemand betritt unser Büro: „Ach, und hier druckt ihr also das PIG.“ – Richtig! Neben meinem Schreibtisch steht unser HP Deskjet 1200C, auf dem lasse ich jeden Monat 15.000 PIG-Exemplare raus. Wenn wir dann die ganzen Druckbögen trocken gepustet haben, läuten wir auf dem Spargelfeld die Glocke und dann kommen unsere polnischen Hilfsarbeiter, um die einzelnen Ausgaben zu heften. Mit einem Tacker natürlich.
„Gell, ihr bekommt Geld von der Stadt?“ – Ja. Jeden Monat kommt Oberbürgermeister Till bei uns vorbei und bringt einen Scheck mit. Manchmal gibt es Blumen dazu, wahlweise auch ein Sixpack Becks.
„Und als was arbeitest du wirklich?“ – Wenn ich jemandem erzähle, dass ich mich hauptberuflich um den redaktionellen Part des PIG kümmere, dann ernte ich meistens einen Gesichtsausdruck, als ob ich über Magengeschwüre sinnieren würde. Stellt euch vor, aber 96 bis 112 Seiten jeden Monat (über Göppingen!) zu füllen, ist tatsächlich Arbeit.
„Ich finde das PIC voll super!“, „Ich lese jeden Monat euer PIC!“, „Wie werde ich PIC-Covergirl?“. Solche E-Mails leite ich grundsätzlich an die Redaktion vom PIC weiter. Die freuen sich bestimmt.
Comments
hahaha, fetto.
ich mochte auch gerne immer “vor 12 braucht man dich nicht anrufen oder?”
Oder Leute, die am 29. eines Monats ihre Termine durchmailen und sich dann wundern, dass sie nicht im PIG sind, welches am Tag darauf erscheint.
noch mehr als clubbetreiber mochte ich ja einzelhändler.
ein kunde aus dem “fashion-segment” ist mal während der druckwoche ein fehler auf der anzeige aufgefallen. panischer anruf im büro.
“ihr müsst sofort den druck stoppen!”
“äh, geht nicht, gedruckt ist schon längst, heft beim binden”
sein grandioser vorschlag:
“dann müssen wir eben aus allen heften die seite rausreißen!”
Geil.
Ich habe auch noch ein Highlight. Der Betreiber eines ehemaligen Tanzschuppens ins GP ruft bei uns an und meint, dass er eine Anzeige schalten möchte. So weit, so gut. Einen Tag vor Druckabgabe rufen wir ihn an und sagen, dass wir so langsam die Anzeige bräuchten. Daraufhin er: “Kein Problem, die faxe (!) ich euch gleich durch.”
hehe ein klassiker. wie ne anzeige die als worddoc kommt.
manchmal denkste dir echt ist 1980 oder das neue jahrtausend?
Wir haben die Anzeige dann eiskalt eingescannt und abgedruckt. Beim nächsten Anruf meinten wir dann, dass wir künftig das Layout der Anzeige etwas ändern und farbiges Papier ins Fax einlegen könnten.
hehe
aber das “ihr bekommt geld von der stadt?” ist auch grandios. das kannte ich bislang noch nicht.
Erstaunlicherweise werden wir das wirklich sehr oft gefragt. Ich glaube, dass viele den Begriff “Stadtmagazin” etwas zur wörtlich nehmen.